Freitag, 18. September 2009

Freitags Blog

Alle, die es interessiert, können jetzt Freitags Abenteuer auf seinem Blog unter http://freitagshundeblog.blogspot.com verfolgen. Dort wird er von seinen spannenden Erlebnissen berichten!

Montag, 14. September 2009

Freitag

Ob es einfacher sein wird so zu leben mag fraglich sein, auf jeden Fall freue ich mich sehr über meinen neuen Gefährten Freitag, der seit gestern (also Sonntag) abend bei mir lebt. Im Moment sind wir noch dabei uns aneinander zu gewöhnen, aber heute war schon mal ein recht viel versprechender Anfang und man konnte heute schon einen deutlichen Unterscheid erkennen, dass er sich immer wohler und damit auch sicherer bei mir fühlt. So langsam kommt der Terrier in ihm durch und da kann schon mal die Post abgehen! Eichhörnchen und Amseln möchte er am liebsten gleich hinterher, was mit Leine doch etwas schwieriger ist. Heute haben wir auch Sitzmachen probiert und er kann es schon ganz gut. Na gut, er wird dann natürlich auch mit einem Leckerli belohnt. Noch würde ich nicht darauf wetten wollen, dass es auch ohne Klappen wird. Das wird wohl noch eine Weile dauern...
Freitag ist sehr verschmust und wenn man ihn streichelt, dann vergisst er gleich alles um sich herum, z.B. das er eigentlich viel lieber in der Wohnung rumtoben möchte oder er eben eigentlich lieber bellen wollte. Insgesamt macht er das aber eher selten und ich hoffe, dass es auch dabei bleibt.
Hier kommt jetzt Freitag noch zum Anschauen!

Dienstag, 26. Mai 2009

2. Eiszeit und mehr!

Habe heute die ersten deutschen Erdbeeren gekauft, die nicht 14 EUR/kg gekostet haben. Es waren die ersten Erdbeeren dieses Jahr überhaupt. Hatte mir vorgenommen, keine ausländischen, extra eingeflogenen und deshalb nicht besonders umweltfreundlichen Erdbeeren zu kaufen sondern zu warten, bis es zumindest deutsche, besser noch regionale Erdbeeren gibt. Heute also die ersten! Habe auch ein paar Erdbeerpflanzen in einem Kasten auf meiner Terrasse, die schon sehr schön geblüht haben und auch erste Früchte zeigen. Allerdings brauchen sie noch ein bisschen Sonne und Wärme zum "rot werden". Auch werde ich diesen Herbst neue pflanzen müssen, da die jetzigen schon das dritte Jahr stehen und nicht mehr so ertragreich sind.
Ich esse ja, wer es noch nicht wusste, gerne gutes Eis. Erdbeereis habe ich schon mal gemacht und das wollte ich heute noch mal ausprobieren. Habe ein paar Erdbeeren gewaschen, geputzt und in Viertel geschnitten, dann mit einem Pürierstab püriert und etwas Sahne und Honig dazugegeben. Das ganze wurde eine ziemlich fluffige Masse, die auch nicht geeist sehr gut schmeckte. War ja bei den vorhandenen Kalorien auch nicht anders zu erwarten! Das Latte Macchiato- Eis, das mittlerweile verspeist ist, schmeckte mir dann im geeisten Zustand doch ein wenig zu sehr nach Ei, so dass ich das zukünftig lieber weglasse. Scheint mir auch nicht nötig zu sein.

Habe kürzlich auch von einem anderen Rezept gehört, Rucola- Pesto, was ich auch ausprobiert habe. Statt Basilikum nimmt man einfach Rucola und dann die übrigen Zutaten wie Knoblauch, Olivenöl, Pinienkerne, Salz und Pfeffer. Zu dem Rucola- Pesto habe ich dann trotzdem noch ein wenig Basilikum und, jetzt kommts, frischen Koriander dazu gegeben. Den Koriander habe ich schon vorgezogen gekauft und in mein Hochbeet gepflanzt, wo er sich auch ganz gut macht. Mir schmeckt Koriander sehr gut und er hat dem Pesto eine sehr feine Note verliehen. Ganz nach meinem Geschmack! Das leichte Gericht dieses Sommers ist für mich heiße Nudeln in eine Kreation aus Tomaten, Mozzarella oder Feta, Basilikum und eben Rucola Pesto gegeben. Schmeckt ebenfalls super lecker und ist leicht bekömmlich, gerade auch wenn es draußen so heiß ist und man nicht etwas super warmes essen will.

Irgendwie ist dieser Blog doch sehr essenslastig! Auf diesem Gebiet bin ich, neben meiner Gartenarbeit, am kreativsten. Im letzteren blüht es jetzt wieder (anders) schön. Akkelei, Flockenblume, Pfingstrosen, Lein, gelbe und blaue Schwertlilien (Iris) und Mohn sind die derzeitigen "Renner". Die Rosen haben aber auch schon ganz viele Knospen und der Rittersporn hat sich auch toll gemacht und zeigt schon die ersten Blütenansätze. Auch die Moschusmalve wird bald blühen. Die Hagebutte fängt jetzt auch an zu blühen. Letztes Jahr war das eine weiße Pracht! Dieses Jahr werde ich sie wahrscheinlich nicht wirklich miterleben, weil ich die nächste Woche nicht da sein werde.

Meinen Gemüsepflanzen geht es überwiegend auch gut. Eine Kohlrabi schwächelt ein bisschen (ganz schlaffe Blätter; habe schon mit Wasser versucht zu helfen), die anderen werden immer größer und können bald gegessen werden. Die Radieschen müssen jetzt schon dran glauben und werden nach und nach geerntet. Die Tomate blüht und die Zucchini breitet sich immer mehr aus. Nur gut, dass ich extra viel Platz für sie gelassen habe. Die Gurkenpflanze ist noch nicht so groß geworden. Keine Ahnung woran das liegt. Eigentlich sieht sie sehr gesund aus. Mal abwarten, ob sie bald blühen wird. In regelmäßigen Abständen zu düngen ist auch nicht schlecht. Hab keine Ahnung, wie die Pflanzen aussehen würden, wenn ich das nicht täte, aber es scheint ihnen auch nicht zu schaden.

So, das war es jetzt erstmal wieder von mir!

Donnerstag, 7. Mai 2009

Sommerzeit = Eiszeit

Heute ist es mal wieder herrlich warm, nachdem die letzten Tage doch recht kühl und regnerisch waren. Von Montag auf Dienstag gabe es sogar Frost. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und mir ist nichts von meinen Gemüsepflanzen erfroren (bin nachts mit meiner Stirnlampe noch durch den Garten getigert!). Ich nehme mal an (und hoffe), dass das schon die Eisheiligen waren.

Ich esse sehr gerne Eis und dachte mir, dass man das vielleicht auch selber machen kann. Ich habe in einem sehr schönen Kochbuch ein Rezept gefunden und habe heute mal versucht "Latte Macchiato"- Eis herzustellen. Dazu braucht man Eier, Zucker, Milch und Espresso (den hatte ich als Pulver da). Eier und Zucker überm Wasserbad schaumig schlagen. Die Milch mit dem Espressopulver ebenfalls erhitzen und schaumig schlagen (dazu eignen sich echt gut diese kleinen Milchschäumer) und dann die Espressomilch zur Eier-Zucker-Mischung dazugeben und weiter im Wasserbad erhitzen bis es dicklich wird. Das ganze noch durch ein Sieb gießen (wird nämlich leicht klümpich) und dann sofort kühl stellen. Jetzt befindet sich das ganze im Eisfach für ein paar Stunden. Habe schon mal probiert (oder besser genascht ...) und wie sollte es anders sein, es schmeckt natürlich hervorragend! Sowie es die ersten deutschen Erdbeeren gibt, werde ich mich an Erdbeereis wagen. Das habe ich schon mal vor ein paar Jahren gemacht und war auch sehr, sehr lecker (und auch sehr, sehr kalorienreich).

Dienstag, 28. April 2009

Neues vom Käseexperiment

Nachdem ich die Molke aus meinem entstehenden Käse rausgepresst habe, habe ich den Käse gesalzen und in eine Käsedose in den Kühlschrank gelegt. Heute habe ich ihn mal probiert. Er sieht und schmeckt wie Mozzarella --sehr lecker, v.a. in Kombination mit eingelegten Tomaten und frischen Basilikum! Keine Ahnung, ob er noch zu etwas anderem wird, wenn man ihn noch länger reifen lässt. Bestimmt werde ich das noch mal wiederholen. Hat Saß gemacht und der Mozzarella kann sich sehen (und schmecken) lassen!

Samstag, 25. April 2009

Zuckerfreies Leben möglich?

Ich weiß nicht, ob ein wirklich (Fabrik-) zuckerfreies Leben überhaupt möglich ist. Wahrscheinlich nur dann, wenn man wirklich sämtliche Lebensmittel unzubereitet und unbehandelt einkauft. Mir geht es hier nicht um eine kohlenhydratfreie Ernährung, denn Kohlenhydrate, wie man sie z.B. in Getreide findet, sind für den Körper als schnelle Energielieferanten wichtig. Auch werden alle Kohlenhydrate im Körper bis zur Stufe vom Traubenzucker abgebaut. Es soll also in der Tat nicht um die totale Vermeidung von Zucker gehen (denn dann dürfte ich auch kein Getreide oder keine Kartoffeln mehr essen), und wahrscheinlich wäre das auch extrem ungesund, sondern mir geht es hier um den "Fabrikzucker", von dem ich meine, dass er für viele ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten verantwortlich zu machen ist.

Als Jugendliche durfte ich mal ca 2 Jahre lang keine Sachen essen, die mit normalem Haushaltszucker gesüßt waren, es sei denn, der Zucker kam erst an 5. Stelle (anfangs sogar nur an 8. Stelle), so dass also mindestens 4 andere Zutaten in größeren Mengen vorhanden waren. Erstaunlicherweise fiel mir das damals gar nicht so schwer, was sicherlich zum einen auch daran lag, dass meine Mutter die Ernährung der Familie darauf abgestimmt hat und ich nicht das Gefühl hatte, nichts mehr essen zu dürfen und Verzicht üben zu müssen. Die Folge war, dass mein Blutzuckerspiegel sich normalisierte und ich zudem einen wirklich sehr gute Figur hatte (für meine Mutter war es damals schon zu wenig und es war auch echt grenzwertig...).

Ich habe in der Fastenzeit vor Ostern mal ausprobiert, auf Fabrikzucker zu verzichten. Als einiziges natürliches Süßungsmittel habe ich mir Honig erlaubt (und zwar kaltgeschleuderten, direkt vom Imker). Das war gar nicht so einfach, denn in ganz vielen Lebensmitteln befindet sich Zucker (z.B. auch in Wurst oder Senf!). Ich habe festgestellt, dass Zucker zumindest mich süchtig macht. Angeblich liegt das daran, dass Zucker den Blutzuckerspiegel im Körper stark ansteigen lässt, was eine erhöhte Insulinausschüttung zur Folge hat. Der Blutzuckerspiegel sinkt dann wieder und das signalisiert dem Körper, dass er quasi "Nachschub" braucht; also essen wir wieder etwas Süßes usw.

Was ist überhaupt Fabrikzucker? Eigentlich jedes Süßungsmittel, dass in irgendeiner Weise chemisch Weise bearbeitet wurde, im Grunde also alles außer Honig, wenn dieser nicht behandelt wurde. Dazu gehören also auch "isolierter" Fruchtzucker und sogar Ahornsirup, was mich echt erstaunt hat. Dass Ahornsirup nicht direk vom Baum in die Flasche abgefüllt wird, war mir schon klar, aber dass er chemisch aufbereitet (oder besser abgewertet) wird, war mir so nicht bewusst! Zucker, der sich z.B. natürlich in Obst befindet, ist natürlicher Fruchtzucker und daher kein Fabrikzucker. Fruchtzucker (kann man so kaufen oder auch in Diabetikerprodukten) ist aber "isolierter" Fruchtzucker und eigentlich sogar für Diabetiker ungeeignet. Als die Industrie damals anfing "süße" Produkte für Diabetiker herzustellen, wusste man das nur noch nicht (oder wollte das nicht wissen, denn damit konnte man ja Profit machen...) Selbst "brauner" Rohrzucker ist Fabrikzucker und nicht wirklich gesünder als "weißer" Fabrikzucker. Brauner Rohrzucker ist einfach nur ungereinigter, weshalb er die braune Farbe hat. Aber auch dieser ist chemisch aufbereitet (kann schon sein, dass er noch ein paar mehr Mineralstoffe hat)! Und was ist mit Roh-Rohrzucker? Leider auch Fabrikzucker! Angeblich haben Untersuchungen ergeben, dass der Anteil an Mineralien und Vitaminen in Rohzucker minimal höher ist als im normalen Haushaltszucker, so dass er zu vernachlässigen ist.

Woher kann man wissen, ob in einem Produkt Fabrikzucker (also Zucker, der in irgendeiner Weise chemisch aufbereitet wurde) enthalten ist? Fabrikzucker ist gut "getarnt" . Unter folgenden Namen gibt er sich aus: Glucose (-sirup), Raffinade, Fruchtzucker (Fruktose), Dextrose (in Traubenzucker- Päckchen; wird als "gesund" bei sportlichen Aktivitäten angespriesen, was echt ein Witz ist!), Invertzucker, Gelierzucker, Puderzucker, Kandis, Maltose, Laktose, Saccharose, Malasse, Milchzucker, Rübensirup, Ahornsirup, Vanilinzucker... Also wenn auf der Inhaltsangabe der Packung einer dieser Namen erscheint, ist Fabrikzucker im Spiel! Dann gibt es natürlich auch noch die ganzen künstlichen Süßungsmittel. Darüber will ich mich hier aber gar nicht auslassen, denn es ist wohl klar, dass künstliche Süßungsmittel nicht zu einem einfachen Lebensstil passen. Künstliche Süßungsmittel (wie z.B. Cyclamat) sind auf der Packungsbeilage zumindest bisher, als solche auch gekennzeichnet.

Uns was ist nun so schlimm an Fabrikzucker? Das Zucker ungesund ist, wissen wohl die meisten (macht dick, Karies, Herzkreislauferkrankungen etc.). Das schlimme ist eigentlich, dass die Industrie damit eine Menge Profit macht (Lang lebe die Wirtschaft!) und der Körper diesen Zucker überhaupt nicht braucht und er auch noch schädlich ist!!! Warum essen wir stattdessen nicht einfach das, was die Natur uns sowieso schon schenkt??

Zum Schluss noch ein Wort zu der "super" Pflanze Stevia. In meiner Gartenzeitschrift war dazu ein sehr interessanter Artikel (Flora Garten, Ausgabe 5/2009). Stevia rebaudiana ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, dessen Extrakt Steviosid angelich 300mal süßer ist als normaler Haushaltszucker und für den Körper nicht verwertbar ist, also weder den Blutzuckerspiegel erhöht noch Karies hervorruft. Angeblich ist dieses süße Kraut als Lebensmittel in der EU deshalb noch nicht zugelassen, weil die europäische Zuckerrübenlobby die Zulassung bremst. Ist aber Stevia so viel besser? Man könnte diese Pflanze ja auch in seinem eigenen Garten anbauen. Das wäre dann aber eine nicht heimische Pflanze in meinem Garten, aber zumindest erlaubt. Die getrockneten Blätter dieser Pflanze ließen sich Teemischungen beifügen (wer unbedingt gesüßten Tee braucht) oder sicherlich zerkrümelt bei Süßspeisen einsetzen. So verwendet könnte es tatsächlich eine Alternative zum Haushaltszucker sein.
Der Verkauf von dem Extrakt ist in der EU (noch) verboten, geschieht aber unter der Hand wohl trotzdem. Mal davon abgesehen, dass das illegal ist, handelt es sich auch hier leider um ein zwar aus einer natürlichen Pflanze aber chemisch hergestelltes Pulver (oder wie sonst wird das Pülverchen mit der wunderbar "unschuldigen" weißen Farbe wohl hergestellt?). Ich nehme mal an, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das süße Pulver Stevia legalisiert wird und zu einem erhöhten Preis (vermutlich von der Zuckerindurstrie) als "gesunde Alternative zu Zucker" angeboten wird. Letztendlich ist es dann auch nur noch ein industriell abgewertetes Produkt. Passt dann auch nicht mehr zu einem einfachen Lebensstil!

Wer sich mit dem Thema Fabrikzucker kritisch auseinandersetzen will, dem empfehle ich das Buch "Zucker Zucker" von M.O. Bruker, erschienen im EMU Verlag. Der Schreibstil des inzwischen verstorbenen Autors ist eher unkonventionell und manchmal auch ein wenig polemisch. Das Buch ist aber auf jeden Fall sehr lesenswert!

Ob man Fabrikzucker wirklich konsequent vermeiden kann, ist in der heutigen Zeit sicherlich nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich. Vielleicht ist es zumindest ein Versuch wert, sich damit mal etwas kritischer auseinanderzusetzen und seine Essgewohnheiten zu überdenken.

Freitag, 24. April 2009

Mein schöner Garten

Seit ca. 2 Jahren wohne ich jetzt hier und seit dem besitze ich auch einen Garten, der mich sehr begeistert. Da er schon vorher von den Besitzern angelegt wurde und ich hier auch nur zur Miete wohne, kann ich natürlich nur z.T. darin etwas verändern. Im großen und ganzen bin ich aber zufrieden und ein paar Dinge habe ich auch schon geändert. Im ersten Jahr (2007) habe ich wirklich Unmengen von totem Holz (das liegt jetzt statt einem Hund in meinem Hundezwinger) und Steinen "deportiert". Um meine Terasse herum (mein 2. Wohnzimmer im Sommer) befand sich ein Steingarten (die Betonung liegt auf Stein). Jetzt gibt es dort und an anderen Fleckchen aber auch Pflanzen: Rosen, Lavendel, Rittersporn, Purpurglöckchen, Moschusmalve, Lupinen, Stockrosen, Flockenblume, Salbei, Storchschnabel, Fetthenne, Küchenschelle, Mohn, Fingerhut, Funkie, Scharfgabe und andere. Manche Pflanzen machen sich auf dem nicht gerade besonders tollen Boden (ziemlich sandig) gut, manche sind aber nach dem Winter nicht wieder gekommen. Vielleicht lag es aber auch an dem strengen Winter. Zur Zeit blühen gerade die Tulpen und Narzissen. Die Maiglöckchen stehen in den Startlöchern...

Mein ganzer Stolz sind aber meine selbstgebauten Hochbeete, die ich seit letztem Jahr habe. Da der Boden zum Gemüsenanbau gänzlich ungeeignet ist, machte meine Mutter den genialen Vorschlag, doch Hochbeete anzulegen. Ich habe lange im Internet und Büchern nach einer Anleitung gesucht und dann schließlich beschlossen, zu versuchen selber welche zu bauen. Dazu gibt es auch eine lustige Geschichte: Da ich jetzt nicht jeden Tag irgendwelche Sachen baue und mich mit Holzarbeiten nicht so gut auskennen wie mein Vollprofi an Bruder (Holzbauingenieur und auch sonst handwerklich total begabt!) oder Vater (als Ingenieur ebenso handwerklich sehr begabt), wollte ich mich im Baumarkt beraten lassen. Ich hatte mir extra eine Skizze zur Verdeutlichung angefertigt und trug mein Anliegen einem Verkäufer vor. Der konnte sich zunächst (und zu meinem Erstaunen) unter einem Hochbeet nichts vorstellen, deshalb erzählte ich ihm, was man da alle so rein füllt (Astschnitt, Kompost, Erde etc.). Das verwirrte ihn noch mehr, bis er schließlich fragte, ob es wirklich mein Ernst sein, ein Hochbett in den Garten zu bauen. Vielleicht liegt es an meiner nicht fränkischen Aussprache, auf jeden Fall fand ich den Gedanken an ein Hochbett in meinem Garten, wo man dann auf Kompost liegt, ganz erheiternd (und der Typ vom Baumarkt auch. "Sie glauben ja nicht, was die Leute so alles bauen wollen!"). Jetzt stehen also 2 Hochbeete (und keine Betten..) in meinem Garten und das erste Jahr habe ich nun schon hinter mir. [Links ein Bild von einem Hocbeet mit einer riesigen Zucchinipflanze im letzten Jahr.]

Da es seit April ja dermaßen warm draußen war, habe ich beschlossen, auch schon ein paar frostempfindliche Pflanzen zu setzen (Zucchini, Gurke, Kohlrabi und Brokkoli; Tomate im Topf). Diese Pflanzen habe ich gekauft. Eigentlich kann man diese ja auch sehr gut selber aussäen, aber mir war der Aufwand im Februar zu viel und ich hatte auch nicht so viel Zeit. Außerdem sind die Pflanzen bei weitem nicht so gut geraten wie die aus der Gärtnerei. Die Bedingungen dort sind dann doch besser als bei mir. Dann habe ich auch noch Romanasalat, Radieschen und Möhren zusammen und Mangold gesät. Mangold habe ich letztes Jahr zum ersten Mal ausprobiert und er wuchs hervorragend (durch das Hochbeet hat er gut Platz für seine langen tiefgründigen Wurzeln). Mangold kann man super als Sauce zu Pasta verwerten -- schmeckt sehr lecker, oder auch als Pizzabelag nehmen (wie Spinat). Durch die Wärme sind sowohl die Radieschen als auch der Romanasalat innerhalb von wenigen Tagen aufgegangen (man kann beim Wachsen fast zusehen). Basilikum und Schnittknoblauch habe ich in Töpfe ausgesät, aber da kommt noch nix. Gestern habe ich noch etwas Dinkel versenkt. Keine Ahnung, ob das mit dem Getreide was wird. Wäre schon cool, wenn man sein eigenes Getreide ernten und daraus Brot backen könnte! [Rechts im Bild die beiden bepflanzten Hochbeete aus diesem Jahr. Porree (Lauch) steht noch vom letzten Jahr; der war so mickrig, dass ich ihm noch eine 2. Chance (also 2. Jahr...) geben will.]

Seit 2 Tagen besitze ich auch Haustiere: 6 Goldfische haben den Weg aus Nachbars Gartenteich in meine 3 Regentonnen (alte Mülltonnen) gefunden. Bisher leben sie noch! Ich habe schon von anderen Leuten gehört, dass man Fische gut in Regentonnen halten kann (meine Tonnen sind auch oben offen bzw. sind zu öffnen) und sie fressen gerne die Mückenlarven, was natürlich praktisch ist. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl! [man kann sie links im Bild bewundern]. Im Herbst gehen sie wieder zurück in Nachbars Teich (die Tonnen muss ich leeren, damit sie nicht platzen).


Einen Garten zu haben ist schon echt toll (man darf die Mühe natürlich nicht scheuen). Man kann den Pflanzen beim Wachsen zu schauen, sich über ihr Blühen freuen und auch die Früchte genießen, denn was man sät wird man auch ernten! Außerdem ist man an der frischen Luft und die Natur hat erwiesener Maßen einen sehr gesunden Einfluss auf Körper & Geist. Ich bin sehr froh und dankbar einen Garten zu haben und kann jedem nur empfehlen, sich auch einen zuzulegen (und wenn es nur ein "Balkongarten" ist)! Er dient definitiv einem entschleunigten, einfachen und bewussten Lebensstil.