Freitag, 24. April 2009

Mein schöner Garten

Seit ca. 2 Jahren wohne ich jetzt hier und seit dem besitze ich auch einen Garten, der mich sehr begeistert. Da er schon vorher von den Besitzern angelegt wurde und ich hier auch nur zur Miete wohne, kann ich natürlich nur z.T. darin etwas verändern. Im großen und ganzen bin ich aber zufrieden und ein paar Dinge habe ich auch schon geändert. Im ersten Jahr (2007) habe ich wirklich Unmengen von totem Holz (das liegt jetzt statt einem Hund in meinem Hundezwinger) und Steinen "deportiert". Um meine Terasse herum (mein 2. Wohnzimmer im Sommer) befand sich ein Steingarten (die Betonung liegt auf Stein). Jetzt gibt es dort und an anderen Fleckchen aber auch Pflanzen: Rosen, Lavendel, Rittersporn, Purpurglöckchen, Moschusmalve, Lupinen, Stockrosen, Flockenblume, Salbei, Storchschnabel, Fetthenne, Küchenschelle, Mohn, Fingerhut, Funkie, Scharfgabe und andere. Manche Pflanzen machen sich auf dem nicht gerade besonders tollen Boden (ziemlich sandig) gut, manche sind aber nach dem Winter nicht wieder gekommen. Vielleicht lag es aber auch an dem strengen Winter. Zur Zeit blühen gerade die Tulpen und Narzissen. Die Maiglöckchen stehen in den Startlöchern...

Mein ganzer Stolz sind aber meine selbstgebauten Hochbeete, die ich seit letztem Jahr habe. Da der Boden zum Gemüsenanbau gänzlich ungeeignet ist, machte meine Mutter den genialen Vorschlag, doch Hochbeete anzulegen. Ich habe lange im Internet und Büchern nach einer Anleitung gesucht und dann schließlich beschlossen, zu versuchen selber welche zu bauen. Dazu gibt es auch eine lustige Geschichte: Da ich jetzt nicht jeden Tag irgendwelche Sachen baue und mich mit Holzarbeiten nicht so gut auskennen wie mein Vollprofi an Bruder (Holzbauingenieur und auch sonst handwerklich total begabt!) oder Vater (als Ingenieur ebenso handwerklich sehr begabt), wollte ich mich im Baumarkt beraten lassen. Ich hatte mir extra eine Skizze zur Verdeutlichung angefertigt und trug mein Anliegen einem Verkäufer vor. Der konnte sich zunächst (und zu meinem Erstaunen) unter einem Hochbeet nichts vorstellen, deshalb erzählte ich ihm, was man da alle so rein füllt (Astschnitt, Kompost, Erde etc.). Das verwirrte ihn noch mehr, bis er schließlich fragte, ob es wirklich mein Ernst sein, ein Hochbett in den Garten zu bauen. Vielleicht liegt es an meiner nicht fränkischen Aussprache, auf jeden Fall fand ich den Gedanken an ein Hochbett in meinem Garten, wo man dann auf Kompost liegt, ganz erheiternd (und der Typ vom Baumarkt auch. "Sie glauben ja nicht, was die Leute so alles bauen wollen!"). Jetzt stehen also 2 Hochbeete (und keine Betten..) in meinem Garten und das erste Jahr habe ich nun schon hinter mir. [Links ein Bild von einem Hocbeet mit einer riesigen Zucchinipflanze im letzten Jahr.]

Da es seit April ja dermaßen warm draußen war, habe ich beschlossen, auch schon ein paar frostempfindliche Pflanzen zu setzen (Zucchini, Gurke, Kohlrabi und Brokkoli; Tomate im Topf). Diese Pflanzen habe ich gekauft. Eigentlich kann man diese ja auch sehr gut selber aussäen, aber mir war der Aufwand im Februar zu viel und ich hatte auch nicht so viel Zeit. Außerdem sind die Pflanzen bei weitem nicht so gut geraten wie die aus der Gärtnerei. Die Bedingungen dort sind dann doch besser als bei mir. Dann habe ich auch noch Romanasalat, Radieschen und Möhren zusammen und Mangold gesät. Mangold habe ich letztes Jahr zum ersten Mal ausprobiert und er wuchs hervorragend (durch das Hochbeet hat er gut Platz für seine langen tiefgründigen Wurzeln). Mangold kann man super als Sauce zu Pasta verwerten -- schmeckt sehr lecker, oder auch als Pizzabelag nehmen (wie Spinat). Durch die Wärme sind sowohl die Radieschen als auch der Romanasalat innerhalb von wenigen Tagen aufgegangen (man kann beim Wachsen fast zusehen). Basilikum und Schnittknoblauch habe ich in Töpfe ausgesät, aber da kommt noch nix. Gestern habe ich noch etwas Dinkel versenkt. Keine Ahnung, ob das mit dem Getreide was wird. Wäre schon cool, wenn man sein eigenes Getreide ernten und daraus Brot backen könnte! [Rechts im Bild die beiden bepflanzten Hochbeete aus diesem Jahr. Porree (Lauch) steht noch vom letzten Jahr; der war so mickrig, dass ich ihm noch eine 2. Chance (also 2. Jahr...) geben will.]

Seit 2 Tagen besitze ich auch Haustiere: 6 Goldfische haben den Weg aus Nachbars Gartenteich in meine 3 Regentonnen (alte Mülltonnen) gefunden. Bisher leben sie noch! Ich habe schon von anderen Leuten gehört, dass man Fische gut in Regentonnen halten kann (meine Tonnen sind auch oben offen bzw. sind zu öffnen) und sie fressen gerne die Mückenlarven, was natürlich praktisch ist. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl! [man kann sie links im Bild bewundern]. Im Herbst gehen sie wieder zurück in Nachbars Teich (die Tonnen muss ich leeren, damit sie nicht platzen).


Einen Garten zu haben ist schon echt toll (man darf die Mühe natürlich nicht scheuen). Man kann den Pflanzen beim Wachsen zu schauen, sich über ihr Blühen freuen und auch die Früchte genießen, denn was man sät wird man auch ernten! Außerdem ist man an der frischen Luft und die Natur hat erwiesener Maßen einen sehr gesunden Einfluss auf Körper & Geist. Ich bin sehr froh und dankbar einen Garten zu haben und kann jedem nur empfehlen, sich auch einen zuzulegen (und wenn es nur ein "Balkongarten" ist)! Er dient definitiv einem entschleunigten, einfachen und bewussten Lebensstil.

1 Kommentar:

  1. Your fish look really happy. We keep fish in the garden rainwater tubs too. Plus in the pond. They are a great way of keeping the mosquitos at bay.

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