Samstag, 25. April 2009

Zuckerfreies Leben möglich?

Ich weiß nicht, ob ein wirklich (Fabrik-) zuckerfreies Leben überhaupt möglich ist. Wahrscheinlich nur dann, wenn man wirklich sämtliche Lebensmittel unzubereitet und unbehandelt einkauft. Mir geht es hier nicht um eine kohlenhydratfreie Ernährung, denn Kohlenhydrate, wie man sie z.B. in Getreide findet, sind für den Körper als schnelle Energielieferanten wichtig. Auch werden alle Kohlenhydrate im Körper bis zur Stufe vom Traubenzucker abgebaut. Es soll also in der Tat nicht um die totale Vermeidung von Zucker gehen (denn dann dürfte ich auch kein Getreide oder keine Kartoffeln mehr essen), und wahrscheinlich wäre das auch extrem ungesund, sondern mir geht es hier um den "Fabrikzucker", von dem ich meine, dass er für viele ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten verantwortlich zu machen ist.

Als Jugendliche durfte ich mal ca 2 Jahre lang keine Sachen essen, die mit normalem Haushaltszucker gesüßt waren, es sei denn, der Zucker kam erst an 5. Stelle (anfangs sogar nur an 8. Stelle), so dass also mindestens 4 andere Zutaten in größeren Mengen vorhanden waren. Erstaunlicherweise fiel mir das damals gar nicht so schwer, was sicherlich zum einen auch daran lag, dass meine Mutter die Ernährung der Familie darauf abgestimmt hat und ich nicht das Gefühl hatte, nichts mehr essen zu dürfen und Verzicht üben zu müssen. Die Folge war, dass mein Blutzuckerspiegel sich normalisierte und ich zudem einen wirklich sehr gute Figur hatte (für meine Mutter war es damals schon zu wenig und es war auch echt grenzwertig...).

Ich habe in der Fastenzeit vor Ostern mal ausprobiert, auf Fabrikzucker zu verzichten. Als einiziges natürliches Süßungsmittel habe ich mir Honig erlaubt (und zwar kaltgeschleuderten, direkt vom Imker). Das war gar nicht so einfach, denn in ganz vielen Lebensmitteln befindet sich Zucker (z.B. auch in Wurst oder Senf!). Ich habe festgestellt, dass Zucker zumindest mich süchtig macht. Angeblich liegt das daran, dass Zucker den Blutzuckerspiegel im Körper stark ansteigen lässt, was eine erhöhte Insulinausschüttung zur Folge hat. Der Blutzuckerspiegel sinkt dann wieder und das signalisiert dem Körper, dass er quasi "Nachschub" braucht; also essen wir wieder etwas Süßes usw.

Was ist überhaupt Fabrikzucker? Eigentlich jedes Süßungsmittel, dass in irgendeiner Weise chemisch Weise bearbeitet wurde, im Grunde also alles außer Honig, wenn dieser nicht behandelt wurde. Dazu gehören also auch "isolierter" Fruchtzucker und sogar Ahornsirup, was mich echt erstaunt hat. Dass Ahornsirup nicht direk vom Baum in die Flasche abgefüllt wird, war mir schon klar, aber dass er chemisch aufbereitet (oder besser abgewertet) wird, war mir so nicht bewusst! Zucker, der sich z.B. natürlich in Obst befindet, ist natürlicher Fruchtzucker und daher kein Fabrikzucker. Fruchtzucker (kann man so kaufen oder auch in Diabetikerprodukten) ist aber "isolierter" Fruchtzucker und eigentlich sogar für Diabetiker ungeeignet. Als die Industrie damals anfing "süße" Produkte für Diabetiker herzustellen, wusste man das nur noch nicht (oder wollte das nicht wissen, denn damit konnte man ja Profit machen...) Selbst "brauner" Rohrzucker ist Fabrikzucker und nicht wirklich gesünder als "weißer" Fabrikzucker. Brauner Rohrzucker ist einfach nur ungereinigter, weshalb er die braune Farbe hat. Aber auch dieser ist chemisch aufbereitet (kann schon sein, dass er noch ein paar mehr Mineralstoffe hat)! Und was ist mit Roh-Rohrzucker? Leider auch Fabrikzucker! Angeblich haben Untersuchungen ergeben, dass der Anteil an Mineralien und Vitaminen in Rohzucker minimal höher ist als im normalen Haushaltszucker, so dass er zu vernachlässigen ist.

Woher kann man wissen, ob in einem Produkt Fabrikzucker (also Zucker, der in irgendeiner Weise chemisch aufbereitet wurde) enthalten ist? Fabrikzucker ist gut "getarnt" . Unter folgenden Namen gibt er sich aus: Glucose (-sirup), Raffinade, Fruchtzucker (Fruktose), Dextrose (in Traubenzucker- Päckchen; wird als "gesund" bei sportlichen Aktivitäten angespriesen, was echt ein Witz ist!), Invertzucker, Gelierzucker, Puderzucker, Kandis, Maltose, Laktose, Saccharose, Malasse, Milchzucker, Rübensirup, Ahornsirup, Vanilinzucker... Also wenn auf der Inhaltsangabe der Packung einer dieser Namen erscheint, ist Fabrikzucker im Spiel! Dann gibt es natürlich auch noch die ganzen künstlichen Süßungsmittel. Darüber will ich mich hier aber gar nicht auslassen, denn es ist wohl klar, dass künstliche Süßungsmittel nicht zu einem einfachen Lebensstil passen. Künstliche Süßungsmittel (wie z.B. Cyclamat) sind auf der Packungsbeilage zumindest bisher, als solche auch gekennzeichnet.

Uns was ist nun so schlimm an Fabrikzucker? Das Zucker ungesund ist, wissen wohl die meisten (macht dick, Karies, Herzkreislauferkrankungen etc.). Das schlimme ist eigentlich, dass die Industrie damit eine Menge Profit macht (Lang lebe die Wirtschaft!) und der Körper diesen Zucker überhaupt nicht braucht und er auch noch schädlich ist!!! Warum essen wir stattdessen nicht einfach das, was die Natur uns sowieso schon schenkt??

Zum Schluss noch ein Wort zu der "super" Pflanze Stevia. In meiner Gartenzeitschrift war dazu ein sehr interessanter Artikel (Flora Garten, Ausgabe 5/2009). Stevia rebaudiana ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, dessen Extrakt Steviosid angelich 300mal süßer ist als normaler Haushaltszucker und für den Körper nicht verwertbar ist, also weder den Blutzuckerspiegel erhöht noch Karies hervorruft. Angeblich ist dieses süße Kraut als Lebensmittel in der EU deshalb noch nicht zugelassen, weil die europäische Zuckerrübenlobby die Zulassung bremst. Ist aber Stevia so viel besser? Man könnte diese Pflanze ja auch in seinem eigenen Garten anbauen. Das wäre dann aber eine nicht heimische Pflanze in meinem Garten, aber zumindest erlaubt. Die getrockneten Blätter dieser Pflanze ließen sich Teemischungen beifügen (wer unbedingt gesüßten Tee braucht) oder sicherlich zerkrümelt bei Süßspeisen einsetzen. So verwendet könnte es tatsächlich eine Alternative zum Haushaltszucker sein.
Der Verkauf von dem Extrakt ist in der EU (noch) verboten, geschieht aber unter der Hand wohl trotzdem. Mal davon abgesehen, dass das illegal ist, handelt es sich auch hier leider um ein zwar aus einer natürlichen Pflanze aber chemisch hergestelltes Pulver (oder wie sonst wird das Pülverchen mit der wunderbar "unschuldigen" weißen Farbe wohl hergestellt?). Ich nehme mal an, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das süße Pulver Stevia legalisiert wird und zu einem erhöhten Preis (vermutlich von der Zuckerindurstrie) als "gesunde Alternative zu Zucker" angeboten wird. Letztendlich ist es dann auch nur noch ein industriell abgewertetes Produkt. Passt dann auch nicht mehr zu einem einfachen Lebensstil!

Wer sich mit dem Thema Fabrikzucker kritisch auseinandersetzen will, dem empfehle ich das Buch "Zucker Zucker" von M.O. Bruker, erschienen im EMU Verlag. Der Schreibstil des inzwischen verstorbenen Autors ist eher unkonventionell und manchmal auch ein wenig polemisch. Das Buch ist aber auf jeden Fall sehr lesenswert!

Ob man Fabrikzucker wirklich konsequent vermeiden kann, ist in der heutigen Zeit sicherlich nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich. Vielleicht ist es zumindest ein Versuch wert, sich damit mal etwas kritischer auseinanderzusetzen und seine Essgewohnheiten zu überdenken.

Freitag, 24. April 2009

Mein schöner Garten

Seit ca. 2 Jahren wohne ich jetzt hier und seit dem besitze ich auch einen Garten, der mich sehr begeistert. Da er schon vorher von den Besitzern angelegt wurde und ich hier auch nur zur Miete wohne, kann ich natürlich nur z.T. darin etwas verändern. Im großen und ganzen bin ich aber zufrieden und ein paar Dinge habe ich auch schon geändert. Im ersten Jahr (2007) habe ich wirklich Unmengen von totem Holz (das liegt jetzt statt einem Hund in meinem Hundezwinger) und Steinen "deportiert". Um meine Terasse herum (mein 2. Wohnzimmer im Sommer) befand sich ein Steingarten (die Betonung liegt auf Stein). Jetzt gibt es dort und an anderen Fleckchen aber auch Pflanzen: Rosen, Lavendel, Rittersporn, Purpurglöckchen, Moschusmalve, Lupinen, Stockrosen, Flockenblume, Salbei, Storchschnabel, Fetthenne, Küchenschelle, Mohn, Fingerhut, Funkie, Scharfgabe und andere. Manche Pflanzen machen sich auf dem nicht gerade besonders tollen Boden (ziemlich sandig) gut, manche sind aber nach dem Winter nicht wieder gekommen. Vielleicht lag es aber auch an dem strengen Winter. Zur Zeit blühen gerade die Tulpen und Narzissen. Die Maiglöckchen stehen in den Startlöchern...

Mein ganzer Stolz sind aber meine selbstgebauten Hochbeete, die ich seit letztem Jahr habe. Da der Boden zum Gemüsenanbau gänzlich ungeeignet ist, machte meine Mutter den genialen Vorschlag, doch Hochbeete anzulegen. Ich habe lange im Internet und Büchern nach einer Anleitung gesucht und dann schließlich beschlossen, zu versuchen selber welche zu bauen. Dazu gibt es auch eine lustige Geschichte: Da ich jetzt nicht jeden Tag irgendwelche Sachen baue und mich mit Holzarbeiten nicht so gut auskennen wie mein Vollprofi an Bruder (Holzbauingenieur und auch sonst handwerklich total begabt!) oder Vater (als Ingenieur ebenso handwerklich sehr begabt), wollte ich mich im Baumarkt beraten lassen. Ich hatte mir extra eine Skizze zur Verdeutlichung angefertigt und trug mein Anliegen einem Verkäufer vor. Der konnte sich zunächst (und zu meinem Erstaunen) unter einem Hochbeet nichts vorstellen, deshalb erzählte ich ihm, was man da alle so rein füllt (Astschnitt, Kompost, Erde etc.). Das verwirrte ihn noch mehr, bis er schließlich fragte, ob es wirklich mein Ernst sein, ein Hochbett in den Garten zu bauen. Vielleicht liegt es an meiner nicht fränkischen Aussprache, auf jeden Fall fand ich den Gedanken an ein Hochbett in meinem Garten, wo man dann auf Kompost liegt, ganz erheiternd (und der Typ vom Baumarkt auch. "Sie glauben ja nicht, was die Leute so alles bauen wollen!"). Jetzt stehen also 2 Hochbeete (und keine Betten..) in meinem Garten und das erste Jahr habe ich nun schon hinter mir. [Links ein Bild von einem Hocbeet mit einer riesigen Zucchinipflanze im letzten Jahr.]

Da es seit April ja dermaßen warm draußen war, habe ich beschlossen, auch schon ein paar frostempfindliche Pflanzen zu setzen (Zucchini, Gurke, Kohlrabi und Brokkoli; Tomate im Topf). Diese Pflanzen habe ich gekauft. Eigentlich kann man diese ja auch sehr gut selber aussäen, aber mir war der Aufwand im Februar zu viel und ich hatte auch nicht so viel Zeit. Außerdem sind die Pflanzen bei weitem nicht so gut geraten wie die aus der Gärtnerei. Die Bedingungen dort sind dann doch besser als bei mir. Dann habe ich auch noch Romanasalat, Radieschen und Möhren zusammen und Mangold gesät. Mangold habe ich letztes Jahr zum ersten Mal ausprobiert und er wuchs hervorragend (durch das Hochbeet hat er gut Platz für seine langen tiefgründigen Wurzeln). Mangold kann man super als Sauce zu Pasta verwerten -- schmeckt sehr lecker, oder auch als Pizzabelag nehmen (wie Spinat). Durch die Wärme sind sowohl die Radieschen als auch der Romanasalat innerhalb von wenigen Tagen aufgegangen (man kann beim Wachsen fast zusehen). Basilikum und Schnittknoblauch habe ich in Töpfe ausgesät, aber da kommt noch nix. Gestern habe ich noch etwas Dinkel versenkt. Keine Ahnung, ob das mit dem Getreide was wird. Wäre schon cool, wenn man sein eigenes Getreide ernten und daraus Brot backen könnte! [Rechts im Bild die beiden bepflanzten Hochbeete aus diesem Jahr. Porree (Lauch) steht noch vom letzten Jahr; der war so mickrig, dass ich ihm noch eine 2. Chance (also 2. Jahr...) geben will.]

Seit 2 Tagen besitze ich auch Haustiere: 6 Goldfische haben den Weg aus Nachbars Gartenteich in meine 3 Regentonnen (alte Mülltonnen) gefunden. Bisher leben sie noch! Ich habe schon von anderen Leuten gehört, dass man Fische gut in Regentonnen halten kann (meine Tonnen sind auch oben offen bzw. sind zu öffnen) und sie fressen gerne die Mückenlarven, was natürlich praktisch ist. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl! [man kann sie links im Bild bewundern]. Im Herbst gehen sie wieder zurück in Nachbars Teich (die Tonnen muss ich leeren, damit sie nicht platzen).


Einen Garten zu haben ist schon echt toll (man darf die Mühe natürlich nicht scheuen). Man kann den Pflanzen beim Wachsen zu schauen, sich über ihr Blühen freuen und auch die Früchte genießen, denn was man sät wird man auch ernten! Außerdem ist man an der frischen Luft und die Natur hat erwiesener Maßen einen sehr gesunden Einfluss auf Körper & Geist. Ich bin sehr froh und dankbar einen Garten zu haben und kann jedem nur empfehlen, sich auch einen zuzulegen (und wenn es nur ein "Balkongarten" ist)! Er dient definitiv einem entschleunigten, einfachen und bewussten Lebensstil.

Alles Käse?

Gestern nachmittag konnte ich nun doch noch erleben, dass mein Milch-Lab-Gemisch geronnen war (ohne eine weitere Lab Tablette). Das ganze habe ich in ein mit einem Küchenhandtuch ausgelegtes Sieb gegeben, damit die Molke abtropfen kann. Sie tropft immer noch! Am Abend hatte ich das Tuch zusammengenommen und aufgehängt, damit die Flüssigkeit noch weiter abtropfen kann. Eigentlich dachte ich, das heute früh so gut wie nichts mehr tropft, aber da habe ich mich geirrt! Vielleicht ist das Tuch zu dick und es braucht dadurch einfach länger. Das gibt mir aber wenigstens noch ein bisschen Zeit zu überlegen, wie ich den "ausgetropften" Laib dann pressen will (irgendwie muss ja auch noch die restliche Flüssigkeit raus). Mir wird schon was einfallen!

Donnerstag, 23. April 2009

Selbst-Mach- Versuche

Die meisten haben sicher schon mal selber Kuchen gebacken (ohne Backmischung), Marmelade gekocht oder etwas anderes selber hergestellt. Ich will versuchen (sicher nicht täglich) in regelmäßig unregelmäßigen Abständen etwas Neues auszuprobieren und darüber zu schreiben.

Gestern habe ich mir beim Bauern neben 4l frischer Milch auch noch Rhabarber und Spargel gekauft (weil beid
e gerade Saison haben). So genau wusste ich noch nicht, was ich mit dem Rhabarber machen wollte (den Spargel habe ich mir gleich zum Abendessen gekocht -- war super lecker) und deshalb erstmal in Kochbüchern und im Internet nach Rezepten geschaut. Im Internet findet man meistens nur irgendwelche Hausfrauenrezepte, mit ewig viel Haushaltszucker und irgendwelchen (ungesunden) gehärteten Fetten. Das fiel dann schon mal weg. Habe dann aber doch noch ein Rezept für Rhabarber- Chutney gefunden, was sich sehr lecker und einigermaßen gesund anhörte. Das Ergebnis war "delicious", deshalb hier mein abgewandeltes Rezept:

500g Rhabarber (waschen, Enden abschneiden, ggf. etwas schälen, in Würfel schneiden)
1 Apfel (ungeschält, Kerngehäuse entfernen, in kleine Würfe
l schneiden)
2 Scharlotten (in kleine Würfel schneiden)
2 Knoblauchzehen (in kleine Würfel schneiden)
etwas Wasser,
ca. 2 EL Balsamico Essig bianco,
1 TL Senfkörner
2 EL Honig
dazu geben und alles aufkochen und bei mittlerer Hitze fortkochen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Eigentlich wollte ich am Ende noch Currypulver hinzugeben, habe das aber vergessen. Stattdessen habe ich noch 1 EL Roh- Vollrohrzucker hinzugegeben, da es mir noch ein wenig zu sauer war. Insgesamt super lecker!


Was gab es dazu? Weil heute Experimentier- Tag ist, habe ich noch etwas andere
s selbst ausgedachtes gemacht: Weizen-Dinkel-Löwenzahn- Fladen. Dazu habe ich Weizen und Dinkel in ungefähr gleichen Mengen relativ fein gemahlen und mit Backpulver und etwas Salz vermengt. Dann kam etwas Olivenöl und Wasser dazu. Zum Schluss habe ich die kleingeschnittenen Löwenzahnblätter dazu gegeben. Alles gut vermengen und dann kleine Fladen formen, die ich dann in der heißen Pfanne ohne Fett gebacken habe. [Das Foto links zeigt einen aufgeschnittenen Fladen mit dem Chutney.] Löwenzahn schmeckt relativ bitter, soll aber gesund sein und wächst bei mir im Garten umsonst. Habe auch ein Blatt mal so probiert. Als Salat kann ich mir das nicht so ganz vorstellen (quasi als Mahlzeit), aber mal ein Blättchen zwischendurch...

Mit den 4l Milch habe ich natürlich auch etwas "angestellt". Erstmal habe ich natürlich etwas davon getrunken. Die Milch habe ich wie eine Beute grinsend nach Hause gefahren. Hat mich irgendwie an meine Kindheit erinnert. Da haben wir morgens und abends immer Milch getrunken die beinahe täglich (oder zumindest jeden 2. Tag) frisch vom Bauern geholt wurde. Wenn die Milch 1 Tag alt war, hat meine Schwester schon angemerkt, dass die Milch alt schmecke... Der Supermarkt bekommt wahrscheinlich noch nicht mal einen Tag alte Milch geliefert! Heutzutage ist ja selbst die Frisch- Milch aus dem Kühlregal Wochen haltbar (sehr suspekt). Weiß gar nicht wie lange das her ist, dass ich mal wieder frische Milch getrunken habe!. Auf jeden Fall habe ich von ca. 1l Milch Joghurt gemacht (einfach mit Joghurt- Kulturen vermischen), in Gläser abgefüllt und dann in eine Art Wärmeschrank (Joghurtmaschine) gegeben. Heute morgen war alles fertig! Oben drauf hatte sich die Sahne abgesetzt, die auch ein bisschen fest war, darunter war der Joghurt; der nicht so cremig war, wie wenn ich pasteurisierte Milch genommen hätte, sondern von der Konsistenz her ähnlich wie Sauermilch, die wir früher im Sommer mit "alter Milch auch gemacht haben: einfach in Schälchen füllen, auf den Schrank stellen, nach 1-3 Tagen nachsehen, ob alles schon fest ist (bisschen hin- & herbewegen und dann mit Zimt & Zucker genießen). Auf jeden Fall hat es geschmeckt (der Joghurt als auch früher die Sauermilch)! [Der fertige Joghurt rechts im Bild.]

M
it den restlichen 3l Milch will ich Käse herstellen. Die dazu benötigten Labtabletten hatte ich gestern noch in der Apotheke bestellt und konnte sie erst heute vormittag abholen (sowohl beim bestellen als auch beim Abholen wurde ich gefragt, was ich denn damit vor habe...). Die "alte" Milch von gestern :-) habe ich dann erhitzt und anschließend mit der fein zermahlenen Labtablette und etwas Buttermilch vermischt. Die ca. handwarme Milch habe ich (im Topf) in eine dicke Decke eingeschlagen und ruhen lassen. Nach ca. 1h habe ich nachgesehen.Die Milch ist zwar geronnen, aber immer noch sehr flüssig. Deshalb ruht das ganze jetzt noch in meiner improvisierten Kochkiste. Vielleicht gebe ich später noch eine halbe Labtablette dazu (laut der Anweisung auf dem Tablettenröhrchen braucht man eine halbe Tablette für 1l; habe aber nur 1 Tablette für 3l genommen (laut Rezept aus dem Internet). Na ja, mal sehen, Experimente sind halt Experimente und keine Geling- Garantie! Das weitere Prozedere bzw. Fortgang wird sicherlich veröffentlicht! [Meine improvisierte Kochkiste geöffnet links im Bild.]